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epimetheus
Dass es zu einem Grexit so bald nicht kommen wird, hatten wir ja schon vor dem Referendum vermutet –  und auch dass danach neue Verhandlungen stattfinden werden, wie sie aktuell in Brüssel begonnen haben. Der Grund, warum den Griechen kein Rauschmiss aus der Euro-Zone droht, hat wenig mit Ökonomie, aber viel mit Geopolitik zu tun. Für das Imperium in Washington ist Griechenland aus strategischen Gründen unverzichtbar und weil klar ist, wer sofort mit Krediten bereit steht, falls Brüssel den Griechen die Tür zuschlägt und unbedingt verhindert werden muss, dass Russen und Chinesen einen Fuss in diese Tür kriegen, werden die Verhandlungen zäh aber am Ende erfolgreich enden. Die Börsen, die auf das klare “Oxi” aus Athen völlig entspannt reagiert haben deuten das ebenso an wie der  – in dem von der EU bis nach dem Referendum zurückgehaltenen IWF-Memo – schon signalisierte notwendige Schuldenschnitt. Da mögen die Griechen-Basher und Pickelhauben-Demagogen von “Bild” bis CSU noch so sehr hetzen und schäumen – auf der Atlantik-Brücke hat immer noch Uncel Sam das Sagen und der läßt auf dieser Bastion im Mittelmeer garantiert nichts anbrennen.
Dass “Gazprom” statt der von den USA verhinderten “South Stream”Pipeline” durch Bulgarien jetzt den “Turkish Stream” verlängert und durch Griechenland baut – und soeben den Bau einer zweiten “North Stream”-Röhre durchs baltische Meer verkündet hat, zusammen mit EoN und Shell (soviel zu den “Sanktionen”) – schon diese Entwicklungen werden von dem auf Kontrolle von Pipelinenistan ausgerichteten Pentagon mit Argwohn betrachtet. Weshalb die Griechen jetzt auf keinen Fall auch noch aus dem Euro gekickt und an die offnen Finanzkörbe des “Feinds” getrieben werden dürfen.
Warum es keinen Grexit geben wird : Mathias Broeckers
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