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epimetheus

Ich habe mich im Laufe meiner Recherchen und der Beschäftigung mit der NSA-Massenüberwachung, die Edward Snowden aufgedeckt hat, gefragt, was eigentlich hinter dem globalen und verzahnten Überwachungssystem von NSA, GCHQ, BND & Co. steckt, und wozu der ganze Aufwand eigentlich betrieben wird. Dabei habe ich eine These gewagt: Das Szenario aus wechselseitiger Digitalspionage, Massenüberwachung und militärischen Interventionen deutet meines Erachtens darauf hin, dass wir uns in einem globalen und geheimen Cyber- und „Informationskrieg“ der Geheimdienste befinden. Oder anders und allgemeiner ausgedrückt: in einem permanenten und präventiven Ausnahmezustand, der seinen Ausnahmecharakter längst verloren hat und zum staatlich-gesellschaftlichen Normalzustand geworden ist.

Dabei müssen wir im Zusammenhang mit dem Begriff „Informationskrieg“ eher „asymmetrisch“ denken und nicht nur in traditionellen Konstellationen wie „Wer führt da Krieg gegen wen?“ beziehungsweise in Kategorien von „blutigen“ Frontkriegen verfeindeter Nationalstaaten und ihren Armeen. Gleichwohl kommen auch durch informationell fundierte Kriegshandlungen Menschen zu Tode, denken Sie nur an die mörderischen US-Drohnenangriffe auf „Terrorverdächtige“ mit ihren verheerenden „Kollateralschäden“.

Und wie genau sieht dieser „Krieg“ dann aus? Was muss ich mir inhaltlich darunter vorstellen, wenn Sie von Cyber- und Informationskrieg sprechen und worum geht es dabei im Kern?

Es geht in erster Linie um eine flächendeckend-globale Ausforschungsarbeit der Geheimdienste, die primär der Sicherung politischer, ökonomischer und militärstrategischer Interessen dient und zwar in einer nach dem Ende des Kalten Krieges nicht mehr bipolaren, sondern in einer weitgehend „in Unordnung“ geratenen Welt – mit all den damit verbundenen unkalkulierbaren „asymmetrischen“ Krisen, staatlichen Instabilitäten, Konflikten und Kriegen.

Der Informationskrieg der Geheimdienste dient der präventiven Vormacht- und Herrschaftssicherung einzelner Staaten und Staatengemeinschaften, denen es letztlich um wirtschaftliche Einflusszonen und geostrategische Interessen in Zeiten sich verschärfender ökonomischer Krisen, sozialen Niedergangs, drohender Rohstoffknappheit, bedrohlichen Klimawandels sowie wachsender „Flüchtlingsströme“ geht.

Der Informationskrieg der Geheimdienste | NachDenkSeiten – Die kritische Website
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